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Das kleine Ensemble scheut keine Mühen, klassische Texte so lebendig wie möglich zu gestalten. Die grellbunten, protzigen Kostüme und eine oft verstörende Publikumsnähe verleihen dem Hexenkessel Hoftheater seinen eigenen Charme.
(Margarete Stokowski, TAZ, 09.07.2009)
DER STURM
von William Shakespeare, Hexenkessel Hoftheater
Bühne: David Regehr, Henning Streck
Kostüme: Isa Mehnert
Musik: Markus Götze
Maske: Ulrike Bast
Licht: Henning Streck, Miriam Burghardt
Produktionsleitung: Roger Jahnke
Produktion und Gesamtleitung: Christian Schulz
Besetzung:
Prospero: Andreas Köhler
Ariel: Ina Gercke und Jefferson Preto
Antonio, Ferdinand: Vlad Chiriac
Miranda: Rebekka Köbernick
Sebastian: Carsta Zimmermann
Alonso: Michael Schwager

Der Sturm im Hexenkessel ist eine Traumreise wert. Shakespeares schweres Stück wird hier ganz leicht gemacht, im wahrsten Sinne schwebend. Die ganz Zauberei im Sturm mit zirzensischen Mitteln umzusetzen, ist eine geschickte Idee. Das wortgewaltige Werk wird befreit auf das Wesentliche, ohne dabei seine Magie einzubüßen.
Ich dachte erst, meine Nichte (11 Jahre) würde sich vor dem totenköpfigen Doppelariel gruseln. Sie aber erzählte mir begeistert jedes Detail der Geschichte ausführlich wieder.Wir hatten beide dasselbe Stück gesehen und verstanden. Das schafft nur der Hexenkessel.
Dieser Sturm hat uns tief bewegt. Die inhaltliche Einbindung der Akrobatik in die Geschichte ist eine gelungene Überraschung. Den ganzen shakespear’schen Tiefsinn auf so unterhaltsame Weise darzubringen, ist schon ein Kunststück.
Der Sturm wirkt, als hätte man die Schauermärchen aus der Märchenhütte in das Amphitheater erweitert. Man bekommt den ganzen, schweren Shakespeare und ist trotzdem bestens unterhalten.